FPÖ-Darmann/Trettenbrein: Mehr Förderung der ambulanten Pflege dringend nötig

Gernot Darmann

Kontrolllücke in der 24-Stunden-Betreuung wäre einfach zu überwinden

„SPÖ-Sozialreferentin LHStv Beate Prettner ignoriert die auch vom Landesrechnungshof eingeforderte Notwendigkeit, die ambulante Pflege mehr zu fördern. Viele Menschen werden mangels Unterstützung in die viel teurere Versorgung in Heimen gezwungen“, kritisieren FPÖ-Landesparteichef Klubobmann Mag. Gernot Darmann und FPÖ-Sozialsprecher LAbg. Harald Trettenbrein.

Laut Trettenbrein wäre die von Prettner erwähnte Kontrolllücke bei der 24-Stunden-Betreuung einfach zu überwinden. „Das Land sollte verpflichtend in regelmäßigen Abständen eine Pflegefachkraft der mobilen Dienste zur Beratung und Beaufsichtigung vorbeischicken. Mängel können auf diese Weise verhütet bzw. abgestellt werden“. Das Problem sei, dass sich viele Betroffene die 24-Stunden-Betreuung kaum leisten können und für die ergänzend nötige mobile Pflege die privaten Mittel fehlten.

Darmann weist darauf hin, dass andere Bundesländer wie Vorarlberg oder das Burgenland die 24-Stunden-Betreuung zusätzlich mit 600 € monatlich fördern. „Das kostet zwar einiges, aber unterm Strich erspart sich das Land Geld, weil die für Land und Gemeinden teurere stationäre Pflege verhindert wird. Daher hat der Landesrechnungshof ein ähnliches Modell für Kärnten vorgeschlagen, aber die SPÖ blockiert dies“, erklärt Darmann.

Trettenbrein vermisst auch Antworten der SPÖ auf den drohenden Mangel an Pflegekräften. „Die SPÖ lehnt die Pflege-Lehre kategorisch ab. Doch damit verlieren wir viele interessierte junge Leute für diesen Beruf, weil es im Alter von 15 bis 17 keine Ausbildungsangebote gibt.“

Fatal sei es auch, dass die SPÖ in Kärnten Ersatzangebote für die Heimbetreuung finanziell aushungert. „Die alternativen Lebensräume, eine Art Wohngemeinschaft von Senioren mit geringerem Pflegebedarf, werden sträflich vernachlässigt. Für diese 24-Stunden-Unterstützung zahlt das Land weit geringere Tagsätze als für die Tagesbetreuung. Damit frustriert man die Betreiber. Statt dieses Erfolgsmodell weiter auszubauen und auch auf die Städte zu übertragen, provoziert die SPÖ ein Ende desselben“, stellen Darmann und Trettenbrein abschließend fest.

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